#6: DEAD OR ALIVE (1999)

aka DEAD OR ALIVE 犯罪者

Regie: Takashi Miike
Buch
: Ichiro Ryu

mit Sho Aikawa, Riki Takeuchi

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Cops die Gangster jagen hat man in Filmen schon oft gesehen, aber nie so wie in Dead or Alive von Takashi Miike aus dem Jahr 1999. Darin steuern zwei Männer auf eine Konfrontation zu, die damals die Kinolandschaft erschüttert hat. Auf der einen Seite Ryuichi, der es mithilfe seiner Gang aus Sino-Japanern, nach dem Überfall auf einen Geldtransporter, mit der Unterwelt von Tokyo aufnimmt und auf der anderen Seite, ein Cop der in dieser Sache ermittelt und seine Familienleben dafür vernachlässigt. Wie zwei Magneten bewegen sich die beiden im Laufe des Films durch ein moralisch ausser Kontrolle geratenes Tokyo aufeinander zu. Blutfontänen, zoophile Pornos, aufblasbare Pools voller Exremente, magische Bazookas und meterlange Lines Koks.
Ein heftiger Film für heftige Menschen – könnte man glauben. Denn wie sich Dead or Alive nach 16 Jahren gehalten hat und ob hinter den teils extremen Bildern mehr steckt als Schauwerte für ein pubertäres Publikum, darüber sprechen wir heute in Kinochiwa. Dem Podcast über japanisches Kino mit Memo und Max.




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 Trailer

  • giebler

    Ich habe Miike schon lange im Blick und habe dank eurem Podcast nun aber erst den zweiten Film von ihm gesehen und muss sagen, dass er mir gefallen hat, ich ihn aber wie Memo es auch erwähnt hat, in der Mitte doch zu, ich möchte nicht langweilig sagen, denn das war er nicht..
    Aber der Film pflanzt in einem eine andere Erwartungshaltung am Anfang des Film, wenn, wie erwähnt, zu einem Rocksong angezählt wird und dann die ganze Band mit großem Tempo zeigt wozu sie in der Lage ist.
    Mein Problem, welches ich dann letztendlich mit dem Film habe ist, dass er für mich nicht viel mehr als diese extremen Schauwerte hatte, da man, wie ich finde die Story mit Cop und Gangster schon anderswo besser gesehen hat.
    Allerdings knüpft, nach dem ruhigen Mittelteil, der Schluss wieder genau da an, wo der Film angefangen hat und er nicht wie in einem Presley Lied ausklingt sondern eben wie in einem Rocksong mit einer Explosion aufhört, dass einem danach noch die Ohren klingen, was ich dann doch konsequent finde und mir gefällt.
    Als Fazit kann ich sagen, dass mir der Film auf eine Art gefallen hat und er eine interessante Erfahrung war.

    • Hallo Giebler, vielen Dank für die Rückmeldung. Ja, der Film spaltet immer noch die Gemüter und ich denke, das ist nach wie vor ein Merkmal seiner Qualität. Wie oft kann man schon über Filme aus den 90ern noch streiten? Und absolut: Die Cop und Gangster Story hat man in vielen anderen Filmen besser und auch differenzierter gesehen, aber selten war es so aufregend wie durch den “Miike-Touch”. Dieser wird uns sicherlich noch ein paar mal begegnen im Podcast. Bis dahin: Weiterschauen! 🙂